Die ersten Bäume des „Green Forest Fund“ sind gepflanzt

Jeder Urwald beginnt mit ein paar Bäumchen – 1000 Bäume sollen es Ende 2019 (Rhein-Neckar-Zeitung vom 12.4.2019)

Von Stephanie Kern

Binau/Heidelberg. Die ersten Schritte sind gemacht. Im Fall des „Green Forest Funds“ heißt das: Die ersten Bäume sind gesetzt. Ziel des „Green Forest Funds“ ist es, deutschlandweit Flächen zu kaufen und sie der Natur zurückzugeben. „Wir schaffen die Urwälder von morgen“ lautet ein Slogan. „Das klingt vielleicht etwas plakativ, ist aber unser Antrieb“, erzählt Vorsitzender, Gründer und Ideengeber Thorsten Walter.

Die Flächen zur Pflanzung der Bäume werden nicht irgendwo auf der Welt zu diesem Zweck für einen gewissen Zeitraum gepachtet, sondern tatsächlich gekauft. Jeder gespendete Baum wird mit einer Nummer versehen. Der Spender erhält eine Baumurkunde mit dieser Nummer, anhand derer er „seinen“ Baum finden kann.

Die erste Fläche für den GFF ist in Binau. Die erste Pflanzaktion hat es auch schon gegeben: Schüler des Spohn-Gymnasiums Ravensburg halfen beim Setzen der Bäume. „Ich war überrascht, wie eifrig die Schüler waren. Das war echt großartig“, berichtet Thorsten Walter, wie die Aktion gelaufen ist. Obwohl das Wetter eher schlecht war, „konnten die Schüler es kaum abwarten.“ Vier Stunden lang pflanzten sie die Bäume, die einmal zu einem Urwald werden sollen.

200 Bäumchen stehen in Binau nun schon, 260 hat Thorsten Walter noch vor sich. Den Großteil dieser (Pflanz-)Arbeit leistet er alleine. „Wer beim Pflanzen helfen will, ist gerne willkommen“, sagt Walter. Im Oktober steht dann wieder eine große Pflanzaktion an: Mitarbeiter von „Johnson & Johnson“ kommen nach Binau und bringen 500 Bäume mit. Bis Ende des Jahres sollen etwa 1000 Bäume auf dem zwei Hektar großen Areal stehen.

„Die Bekanntheit steigt, wir bekommen ein paar mehr Spenden. Aber es ist noch lange nicht so, dass wir an die nächste Fläche gehen könnten“, berichtet Thorsten Walter. Den Vorteil von Green Forest Fund sieht Walter in der Transparenz: „Spenden kommen vor Ort an. Man kann herkommen und seinen Baum anfassen. Wenn man will, kann man ihn sogar selbst pflanzen. Da hätte ich nichts dagegen“, sagt Walter angesichts der vielen Bäume, die in Binau noch in den Boden müssen.

Trotz der vielen Arbeit ist sich Walter sicher: „Das ist ein gutes Projekt und Werbung für die Gemeinde Binau.“ Denn von dort aus soll sich der Green-Forest-Urwald der Zukunft auf ganz Deutschland ausbreiten. Thorsten Walter: „Wir wollen quer durch Deutschland Flächen erwerben und sie der Natur zurückgeben, Orte mit maximaler Artenvielfalt erschaffen, mit Bäumen, die so lange wachsen dürfen wie es ihnen beliebt und blühenden Bienenweiden.“ Dass die Schüler aus Ravensburg so motiviert waren und auch ein solches Verständnis für die Thematik haben, hat den Green-Forest-Gründer doch überrascht. Unterstützung kommt auch von der Allianz. Die Versicherung übernimmt eine Patenschaft für einen Teil der Fläche. „Auch Paten suchen wir noch“, erklärt Thorsten Walter.

Die gemeinnützige Organisation „Green Forest Fund“ handelt laut eigener Auskunft im Auftrag der Natur und setzt sich für Klima- und Artenschutz ein, „denn unseren Planeten gibt es nur ein einziges Mal“, so Walter. Dabei haben Bäume einen besonderen Stellenwert. Green Forest Fund ermögliche für jedermann ein Leben im Einklang mit der Natur. „Wir helfen dabei, Ihren Fußabdruck zu minimieren – mit einem Baum oder vielen, Green Forest Fund pflanzt für Sie in Ihrem Ermessen“, betont Walter.

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